Wissenswertes über Siegertshofen:
Siegertshofen ist ein Dorf mit ca. 300 Einwohner. Umgeben von idyllischer Landschaft, inmitten des Naturparks westliche Wälder, ca. 25 km von Augsburg gelegen, befindet sich das außergewöhnliche Dorf mit seinen freundlichen Einwohnern.
Siegertshofen ==> (aus Sighartshouven): Das Wort "Sieg" entstand aus dem Althochdeutschen "sigan", was "wiederholt glühend machen, hämmern" bedeutet.
Die ersten archäologischen Funde des Mittelalters stammen aus Münster bei Mickhausen aus der Karolingerzeit (750 - 850 n. Chr.). Münster, ein Benediktinerkloster, welches noch vor 969 n. Chr. aufgegeben wurde, gilt als bislang ältester Ort in den Stauden. Die relativ späte, dünne Besiedlung der Stauden war mit dem 10. Jahrhundert bereits größtenteils abgeschlossen.
Zahlreiche weltliche und geistliche Grundherren ( u.a. die Fugger, Reichsstadt Augsburg, Kurfürstentum Bayern, Kloster Heilig Kreuz, Kloster Oberschönenfeld) übten bis zur Säkularisation die Herrschaft über die Staudendörfer aus, wovon u.a. zahlreiche Geländespuren der "Burganlagen" heute noch zeugen.
Im 16. Jahrhundert mit der Ansiedlung von Judenfamilien beginnt die Entwicklung einer zentralörtlichen Gliederung. Der Bedeutungsüberschuß der Zentralitätshierarchie der Staudengemeinden Fischach und Markt Wald resultiert in seinen historischen und sozialen Beziehungen aus der Tatsache, daß neben den Märkten die jüdischen Familien für die Deckung des mittel- und langfristigen Bedarfs noch bis in die zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts sorgten. Bis zum 19. Jahrhundert hatten sich die Weiler und Dörfer der Stauden nur geringfügig vergrößert und die Bewohner aller Staudengemeinden lebten am Rande des Existenzminimums.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts führte die Auflösung der Grundherrschaft und Verbesserungen in der Landwirtschaft zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Zwischen 1840 und 1900 stiegen die Einwohnerzahlen trotz Abwanderung in die aufblühende Augsburger Industrie kontinuierlich an.
Mit der Verbesserung der Straßenverhältnisse Ende des 19.und der Eröffnung der Staudenbahn zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Pendeln zur Arbeitsstätte in Augsburg erst möglich und am Wochenende kamen die ersten städtischen Naherholer in die Stauden.
Die Rolle des Erholungsgebietes Stauden hat im Laufe dieses Jahrhunderts mehr und mehr an Bedeutung gewonnen und so erfreuen sich Jahr für Jahr sowohl Besucher aus der näheren Umgebung als auch Gäste aus dem Ausland und dem gesamten Bundesgebiet an einer lebhaften Hügellandschaft mit reinem Klima und Alpenblick. Dieses Stück Lebensqualität veranlaßte zahlreiche Menschen aus den umliegenden, verdichteteren Gebieten, ihren Haupt- oder Zweitwohnsitz in die Stauden zu verlagern.